Im Bad sind Fliesen jeden Tag Wasser, Dampf und Reinigungsmitteln ausgesetzt. Gleichzeitig prägen sie die Atmosphäre des Raums wie kaum ein anderes Material. Mit ein paar Grundregeln finden Sie Fliesen, die schön aussehen und lange Freude machen.
Sicher auf nassem Boden
Für den Boden ist die Rutschhemmung entscheidend. Sie wird in Bewertungsgruppen angegeben: R9 bis R13 für Bereiche, die mit Schuhen betreten werden, und A, B und C für Barfußbereiche. Im privaten Bad ist R10 für den Boden verbreitet. In der bodengleichen Dusche empfiehlt sich eine höhere Rutschhemmung, zum Beispiel R10 mit Barfußklasse B oder R11. Kleinere Formate in der Dusche geben durch die zusätzlichen Fugen mehr Halt.
Große Formate an der Wand
Großformatige Wandfliesen bedeuten weniger Fugen und damit weniger Reinigungsaufwand. In der Dusche wirken sie besonders elegant, etwa in Marmoroptik. Wichtig ist eine sorgfältige Abdichtung unter den Fliesen: Sie schützt die Wand dauerhaft vor Feuchtigkeit.
Wandfliese oder Bodenfliese?
Nicht jede Fliese eignet sich für jeden Einsatz. Klassische Wandfliesen aus Steingut sind leichter und saugfähiger und gehören nur an die Wand. Feinsteinzeug ist dicht, sehr belastbar und frostsicher und kann an Wand und Boden verlegt werden. So lassen sich Boden und Wand auch mit derselben Fliese gestalten, was besonders ruhig wirkt.
Fugen und Silikon
Zementäre Fugen sind für die meisten Bäder geeignet. In stark beanspruchten Bereichen können Epoxidharzfugen sinnvoll sein, weil sie besonders dicht und leicht zu reinigen sind. Die Silikonfugen in den Ecken und am Übergang zu Wanne oder Duschtasse sind Wartungsfugen: Kontrollieren Sie sie regelmäßig und lassen Sie sie bei Bedarf erneuern.
Farbe und Licht
- Helle Töne lassen kleine Bäder größer wirken
- Dunkle Akzente, etwa eine Duschwand, geben Tiefe
- Warme Beige- und Holzoptiken schaffen Wohnlichkeit
- Glanz an der Wand und matte Fliesen am Boden sind eine bewährte Kombination





